Level up
| der Gedanke von jemanden ohne Namen |
Das Headset ist eine Halsfessel. Der Schlüssel liegt im Glück. Doch wie erreicht man das Glück, wenn es doch hinter den Rolläden liegt, dort, wo man nie hinkommt?
Ich liege in Ketten. Jeder Tag, den ich nicht hinaus gehe, sondern an dem PC sitze, ein Spiel spiele und mich einsam fühle, jeder solche Tag ist eine weitere Tür, die zufällt.
Manchmal dringt blendende Sonne durch den Lichtschlitz, wo die Rollade nicht ganz das Fenster abschließt. Ich lehne mich vor, damit mein Gesicht nicht gewärmt wird, denn es fühlt sich an wie eine Hand, die besorgt über meine Wange streicht.
Es klopft an der Tür. Ich antworte nicht, höre kurz auf zu tippen, damit es so wirkt, als ob ich schlafe.
"Ich weiß, dass du noch wach bist." Dann wieder Stille. Ein paar Sekunden noch ein weiterer Satz, gefolgt von endloser schmerzender Ruhe: "Ich habe dich lieb. Gute Nacht!"
Ich habe ein Kloß im Hals.
Ich will so nicht mehr weitermachen! Ich werde etwas ändern!
Meine Eltern werden stolz auf mich sein, ich werde ihnen ein guter Sohn sein.
Ich schalte den Rechner aus. Um ein Zeichen zu setzen. Ich gehe schlafen. 'Morgen werde ich etwas ändern!', sage ich mir noch einmal.
Dann lege ich mich hin.
Am nächsten Morgen sitzen mein Vater und meine Mutter am Frühstückstisch. Vor mir ist ein Teller mit 2 Brötchen. Ich esse sie hastig auf. Dann schiebe ich den Teller an die Seite, und die Tastatur wieder heran.
Ich weiß, dass sie sich für mich schämen...
AnzeigenIch liege in Ketten. Jeder Tag, den ich nicht hinaus gehe, sondern an dem PC sitze, ein Spiel spiele und mich einsam fühle, jeder solche Tag ist eine weitere Tür, die zufällt.
Manchmal dringt blendende Sonne durch den Lichtschlitz, wo die Rollade nicht ganz das Fenster abschließt. Ich lehne mich vor, damit mein Gesicht nicht gewärmt wird, denn es fühlt sich an wie eine Hand, die besorgt über meine Wange streicht.
Es klopft an der Tür. Ich antworte nicht, höre kurz auf zu tippen, damit es so wirkt, als ob ich schlafe.
"Ich weiß, dass du noch wach bist." Dann wieder Stille. Ein paar Sekunden noch ein weiterer Satz, gefolgt von endloser schmerzender Ruhe: "Ich habe dich lieb. Gute Nacht!"
Ich habe ein Kloß im Hals.
Ich will so nicht mehr weitermachen! Ich werde etwas ändern!
Meine Eltern werden stolz auf mich sein, ich werde ihnen ein guter Sohn sein.
Ich schalte den Rechner aus. Um ein Zeichen zu setzen. Ich gehe schlafen. 'Morgen werde ich etwas ändern!', sage ich mir noch einmal.
Dann lege ich mich hin.
Am nächsten Morgen sitzen mein Vater und meine Mutter am Frühstückstisch. Vor mir ist ein Teller mit 2 Brötchen. Ich esse sie hastig auf. Dann schiebe ich den Teller an die Seite, und die Tastatur wieder heran.
Ich weiß, dass sie sich für mich schämen...